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Der Flugtransort von Lithium-Ionen-Akkumulatoren ab April 2016. Wie hat sich der Transportablauf geändert?

28.10.2016

Ab dem 1. April 2016 hat ICAO (die Internationale Zivilluftfahrtorganisation) hat den kommerziellen Transport von den Akkumulatoren (Lithium-Ionen-Batterien) im Frachtraum der Personenluftschiffe untersagt und dabei die Bedingungen des Frachtflug-Transports der genannten Waren verschärft.

Infolgedessen sind die Anzahl der Logistikunternehmen, die den Frachtflug-Transport von Akkumulatoren betreiben, sowie die Anzahl der Transportrichtungen auf dem Markt deutlich gesunken. Die Post- und Logistikunternehmen wie UPS, TNT usw. haben den internationalen Transport der Lithium-Ionen-Batterien fast unterbrochen, worüber sie ihre Kunden auf der jeweiligen Homepage informiert haben.

Inzwischen ist die oben genannte Ware sehr beliebt auf dem Markt.

Unser Experte, Abteilungsleiter Lufttransport GK TELS Jurij Schidlowskij, berichtet, Welche Lösung es für Marktbeteiligte gibt.

Jurij, warum hat ICAO die Bedingungen dermaßen verschärft, dass selbst Logistikunternehmen darunter leiden müssen?

Die Untersagung des kommerziellen Frachtflug-Transports von den Akkumulatoren, (die nicht in Geräte eingebaut sind), hat gewisse Gründe und lässt sich ganz einfach erklären: es ist häufig zur Entflammung der Batterien gekommen, was äußerst lebensgefährlich für die Fluggäste ist. Aufgrund der Entflammung der Batterien wurden in China dieses Jahr viele Unternehmen, die Lithium-Ionen-Batterien herstellen, aufgelöst.

Es besteht immerhin die Möglichkeit, solche Waren mit Frachtschiffen zu transportieren, allerdings sind die Anforderungen an deren Vorbereitung und Transport deutlich schärfer geworden.

Worin besteht die Verschärfung der Anforderungen?

Erstens fällt die genannte Warengruppe nun unter die Gefahrgüter, die einer gesonderten Zolldeklarierung bedürfen.

Zweitens sind die Anforderungen an die Verpackung und Markierung solcher Güter verschärft worden. Die Verpackung darf auf keinen Fall beschädigt oder gar geknickt sein. Sie soll eine Reihe von den entsprechenden Aufklebern aufweisen, die eine gewisse Größe und Farbe haben und auf der Verpackung nach den IATA Vorschriften für den Gefahrguttransport platziert werden. Ansonsten werden die Güter zum Transport nicht zugelassen.

Ist es wirklich so schwer, die neuen Regeln einzuhalten?

Es wäre weniger problematisch, wenn die oben genannten Güter z.B. aus Europa geliefert würden. Da können fast alle Hersteller und Exporteure die Zolldeklarationen für die von ihnen transportierten Güter richtig ausfüllen und die Verpackungs- und Markierungsrichtlinien einhalten. Allerdings ist China der Weltmarktführer im Bereich der Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien, sodass deren Transport für viele Unternehmen zum unüberwindlichen Problem geworden ist.

Bisher ist uns kein Fall bekannt, dass ein Chinesischer Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien eine Zolldeklarierung der Gefahrgüter richtig durchführen konnte. Zum Glück haben wir einen Mitarbeiter gefunden, der die Gefahrgüter zollamtlich richtig deklarieren und, dank seiner Erfahrung und enger Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft Air Bridge, die Güter zum Transport einwandfrei vorbereiten kann.

Es ist für uns genau die Situation, die in einem bekannten Russischen Sprichwort festgehalten wird: „Wir wären nicht so glücklich, wenn wir kein Unglück erlebt hätten“ oder „Es gibt auch Glück im Unglück.“ Dadurch, dass alle Mitarbeiter unser Abteilung Frachtflug-Transport die Vorschriften für den Gefahrguttransport per Luftfracht schon lange gekannt haben, bevor neue Regeln in Kraft getreten sind, sowie dadurch, dass wir einen Operator in China gefunden haben, sind wir zum hoch angesehenen und gefragten Logistikunternehmen geworden, das die Lithium-Ionen-Batterien für unsere Kunden aus China nach den GUS (Gemeinschaft der unabhängigen Staaten)-Ländern importiert. Seit April dieses Jahres haben wir bereits über 40 Tonnen Batterien aus China eingeführt.

Was hat sich dadurch für die Kunden geändert? Was soll man heute zusätzlich beachten, was bis zum 1. April nicht der Fall war?

Für unsere Kunden und ihre Lieferanten haben wir ausführliche Anleitungen zur Gütervorbereitung erarbeitet. Diese stellen eine Checkliste dar: jeder Lieferant bereitet die Güter vor, indem er die Checkliste abarbeitet. Nachdem alle Kästchen der Checkliste abgehackt worden sind (was ‚erledigt‘ bedeutet), wird die ausgefüllte Checkliste an uns sowie an den Kunden weitergegeben, sodass wir zum nächsten Schritt übergehen können.

Als nächstes veranlasst unser Operator in China den Gütertransport vom Lieferantenlager zu seinem Lager in Hong Kong. In diesem Lager werden eine ausführliche Kontrolle sowie eine Umverpackung der Güter, die beim Transport beschädigt wurden, durchgeführt. Unter der Beschädigung werden in diesem Fall sogar kleine Dellen oder Fältelungen verstanden. Die Verpackung soll so gut wie einwandfrei aussehen, damit sie am Flughafen angenommen wird.

Um die Kosten, die aufgrund der Umverpackung entstehen, möglichst gering zu halten, wurden mit den Lieferanten zusätzliche Lieferungen von leeren Kartonverpackungen (zusammengeklappte Kartons) vereinbart. Dadurch erfolgt die Umverpackung viel schneller und verursacht weniger Kosten. Allerdings muss unser Operator die Kartonverpackungen bei den Auftragnehmern zum größten Teil selber bestellen.

Nachdem die Verpackungen mit den Aufklebern richtig markiert wurden, werden sie zum Flughafen gebracht. Ausgerechnet aus diesem Grund erfolgen die Ablagerung und die Vorbereitungsarbeiten in Hong Kong, damit zwischen dem Lager und dem Flughafen so wenig wie möglich Zwischenschritte gemacht werden, die eine Beschädigung der Verpackung verursachen könnten.

Wie wirken sich die durchzuführenden Vorbereitungsarbeiten auf die Transportkosten aus?

Die Umverpackung und Markierung von einem Karton kosten jeweils ca. 8 und 0,5 Dollar. Wenn es sich um 200 Kartons handelt, viele von denen bereits beschädigt sind, kommt hier einiges an Zusatzkosten zusammen. Aber es ist unabdingbar. Ein Kunde hat uns einmal auf eigene Gefahr aufgetragen, eine Lieferung ohne Umverpackung und jegliche Vorbereitungsarbeiten zu veranlassen, mit der Begründung „Früher hat alles geklappt“ – und es war der erste und der einzige Fall in unserer Praxis, dass unsere Güter abgewiesen wurden.

Wie erhöhen die Transportkosten wegen unserem guten Ruf nicht, da uns viel wichtiger ist, das Gütertransportpotential unserer Kunden zu verwirklichen. Die, die Batterien importieren, führen in der Regel auch anderes Zubehör und Accessoires für die Technik – und es liegt in unserem eigenen Interesse, ihnen auch günstige Konditionen rundum ihr Geschäft anzubieten.

Wie lang ist die Transportzeit?

Wenn alles gut läuft, kann man es in 5 Tagen schaffen, aber in der Regel sind es 7 Tage. Für den Frachtflugtransport ist es nicht schnell, dennoch in Anbetracht dessen, dass es um Gefahrgüter geht, die entsprechend kontrolliert und deklariert werden müssen, ist solche Lieferungszeit recht kurz.

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