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Die Auswirkungen der Sanktionen auf Güterbeförderungen Deutschland – Russland

05.12.2014

Am Produktembargo aus Europa nach Russland leiden nicht nur Hersteller, sondern auch Logistikunternehmer und Mitarbeiter. Die Richtungen der Warenströme verändern sich, dabei sinkt auch das ganze Exportvolumen. Die Spedition Deutschland – Russland ist natürlich besonders stark betroffen. Die Tendenz, die sich schon Ende 2013 zeigte, entwickelte sich drastisch im Jahre 2014.

Wie stark sind die Transporte von Deutschland nach Russland durch Sanktionen betroffen?

Die Dynamik der Warentransporte von Deutschland nach Russland bleibt negativ. Die Sanktionen betreffen mehrere Produktionszweige, besondere Einwirkungen sind im Agrarzweig und Mineral- und Metallproduktion zu fühlen.

Der internationale Kühlverkehr leidet an dem Verbot vor Einfuhr von Fleisch-, Fisch-, Geflügel und Milchprodukten, auch Obst und Gemüse stehen unter Embargo.

Allmählich verändern sich die Vermarktungs- und damit auch Verkehrsströme, jedoch war Russland ein wichtiges Exportziel für viele deutsche Unternehmen.

Die unten angeführte Tabelle zeigt die Dynamik der LKW-Transporte aus Deutschland nach Russland 9 Monate 2013/ 9 Monate 2014 (in Tonnen)*.

Wahre/Zeitraum 9 Monate 2013 9 Monate 2014 Dynamik
Agrarprodukte und lebendige Tiere 1279987 1054006 -17,65%
Nahrungsmittel und Tierfutter 704755 661145 -6,19%
Feste Mineraltreibstoffe 334905 219587 -34,43%
Erdölprodukte 61409 68701 11,87%
Erz und Metallabfälle 61626 55300 -10,27%
Metallerzeugnisse 49332 44676 -9,44%
Un- und bearbeitete Mineralien, Baumaterialien 37491 37773 0,75%
Düngstoffe 668 874 30,84%
Chemikalien 696 774 11,21%
Automobile und Ersatzteile, andere Erzeugnisse 40 645 1512,50%
GESAMT 2530909 2143481 -15,31%

*nach Angaben des Eurostats.

Die Sanktionen betreffen nicht nur die deutschen Wirtschaftler. Auch andere EU-Staaten wie Finnland, Griechenland, Polen, Litauen, Tschechien und die Slowakei müssen zugeben, dass einige Branchen in diesen Ländern ernstzunehmende wirtschaftliche Schwierigkeiten treffen. Vor allem trifft das Embargo Lebensmittelexporteure europaweit.

Sanktionen gegen Russland: Meinungen

Die Umfragen zeigen, dass viele deutsche Wirtschaftler die Sanktionen für einen Fehler halten, der nur zu Problemen für lokale Exporteure führen und nicht zur politischen Stabilisierung beitragen. „Gerade kleine und mittlere Unternehmen, die einen wesentlichen Teil ihres Geschäfts in Russland haben und nicht einfach auf andere Märkte ausweichen können, sehen sich in ihrer Existenz bedroht“, meint Eckhard Cordes, der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Der Ost-Ausschuss vertritt die Interessen von mehr als 6000 deutsche Unternehmen, deren wirtschaftliche Tätigkeit mit Russland engst verbunden steht.

Es wäre zu hoffen, dass es andere Wege für die Regulierung des russisch-ukrainischen Konflikts gefunden werden, die nicht zu solcher dramatischen Auswirkung für die Wirtschaft führen werden.

Logistik ist eine Branche, die durch die Sanktionen nicht direkt betroffen wird, jedoch indirekt deutlich leidet. Die Industrie ist von der Marktkonjunktur stark abhängig und bekommt alle Fluktuationen zu fühlen.


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