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Güterverkehr zwischen Deutschland und Russland mit 4 Transportmodi 2013-2014

23.04.2015

2014 nahm der Gesamtgüterverkehr zwischen Deutschland und Russland mit 4 Transportarten (Seefrachtspedition, Luftfrachtspedition, Straßentransporte, Bahntransporte) im Vergleich zu 2013 2,1% zu und erreichte damit 31 572 Tausend Tonnen. Dabei zog sich das Exportvolumen aus Deutschland um 12,9% (bis zu 4284 Tausend Tonnen) zurück und die Importe stiegen um 4,9% (bis zu 27 288 Tausend Tonnen)*.

*Hier und weiter – nach Angaben der Eurostat, verarbeitet vom TELS-Marketingdepartment.

Güterverkehr zwischen Deutschland und Russland mit 4 Transportarten (See, Luft, Straße, Bahn), 2013-2014

 

2013

2014

Dynamik,%

Dynamik, Tonnen

EXPORT

4916457

4284037

-12,86

-632420

IMPORT

26003561

27288047

4,94

1284486

GESAMT

30920018

31572084

2,11

652066

14_DE-RU_all_transport-1.png

Importe (nach Deutschland)

Der Güterverkehr nach Deutschland mit allen Transportmodi außer Luftfrachtspedition zeigte positive Dynamik. Der größte Wachstum in Prozent ist beim Bahnverkehr zu beachten (+47,1%), doch in natura nahmen die Seetransporte am meisten zu.

Dynamik des Güterverkehrs aus Russland nach Deutschland nach Transportart, 2013-2014

 

2013

2014

Dynamik,%

Dynamik, Tonnen

See

24727587

25743700

4,11

1016113

Bahn

290456

427186

47,07

136730

Straße

982315

1114158

13,42

131843

Luft

3203

3003

-6,24

-200

GESAMT

26003561

27288047

4,94

1284486

14_DE-RU_all_transport-2.png

Zu den führenden Positionen bei Seetransporten nach Deutschland gehören Erzeugnisse der Brenn- und Kraftstoffindustrie (Erdölprodukte, Festkraftstoffe). Bedeutendes Exportvolumen wird auch durch Rohstoffe für Chemieindustrie und Metallproduktion gebildet. 2014 sind am meisten die Transporte von Destilltreibstoffen (+2044 Tausend Tonnen), Kohle (+1300 Tausend Tonnen), chemischen Rohstoffen von Kohle und Gas (+1134 Tausend Tonnen), Benzin (+464 Tausend Tonnen), Stickstoffdünger (+102 Tausend Tonnen) gewachsen . Ein Rückgang ist bei den Transporten von Rohöl (-4112 Tausend Tonnen), Phosphatdünger (-98 Tausend Tonnen), Naturmineralien (-63 Tausend Tonnen) zu merken.

Bei Straßentransporten besteht der Großteil des Speditionsvolumens aus Russland nach Deutschland aus Chemie, Landwirtschaftsproduktion (darunter auch Rohholz), Metallerzeugnissen. 2014 zeigten folgende Güterarten einen deutlichen Wachstum bei Straßentransporten: Kohle (+64,9 Tausend Tonnen), Walzstahl (+26,9 Tausend Tonnen), Aluminium und Aluminiumlegierungen (+24,4 Tausend Tonnen), bearbeitetes Holz und Kork (+18,1 Tausend Tonnen), Holztreibstoffe und Holzabfälle (+16,5 Tausend Tonnen), primäre chemische Elemente (+15,9 Tausend Tonnen). Ein Rückzug ist bei unbearbeiteten Kunststoffen (-19,5 Tausend Tonnen), Treibstoffen, Flüssiggas, Schmiermittel (-8,7 Tausend Tonnen), Stahlblech (-8,5 Tausend Tonnen), Buntmetallen (-5,2 Tausend Tonnen) zu konstatieren.

Bei Bahntransporten machen Dünger eine Hälfte aller Exporte aus Russland nach Deutschland aus. Bedeutendes Güterverkehrsvolumen bilden chemische Rohstoffe, Erdölerzeugnisse und Metallproduktion. 2014 zeigten folgende Güterarten bei Bahntransporten aus Russland nach Deutschland bemerkenswertes Wachstum: chemische Rohstoffe von Kohle und Gas (+35,9 Tausend Tonnen), Phosphatdünger (+35,1 Tausend Tonnen), Lebensmittelproduktion, hauptsätzlich Ölkuchen (+29,8 Tausend Tonnen), Heizöl (+22,5 Tausend Tonnen), Roheisen (+21,5 Tausend Tonnen), Flüssiggas (+6,8 Tausend Tonnen). Ein Rückgang ist bei Stickstoffdünger (-25,3 Tausend Tonnen), Kaltwalzstahl (-6,1 Tausend Tonnen), Buntmetallen (-5,6 Tausend Tonnen), Benzin (-5,3 Tausend Tonnen) zu bemerken.

Exporte (aus Deutschland)

Exportlieferungen aus Deutschland nach Russland werden durch negative Dynamik auf allen Transportmodi ausgeprägt. In natura ist der Rückgang bei Straßentransporten am größten (-525,5 Tausend Tonnen). Das bekommen alle russische Speditionen in Deutschland zu bemerken.

Dynamik des Güterverkehrs aus Deutschland nach Russland nach Transportart, 2013-2014

 

2013

2014

Dynamik,%

Dynamik, Tonnen

See

1367565

1307131

-4,42

-60434

Bahn

257485

212796

-17,36

-44689

Straße

3277205

2751718

-16,03

-525487

Luft

14202

12392

-12,74

-1810

 Gesamt

4916457

4284037

-12,86

-632420


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Deutschland hat sich als Zusteller von der Produktion der Autoindustrie, Produktionsanlagen, Industriewaren und chemischer Produktion etabliert. Der Absatzeinbruch hat mehrere Gründe: Weltkrisetendenzen; russische Wirtschaftskrise, verschärft durch negative politische (die Ukraine) und wirtschaftliche (Rückgang der Ölpreise) Ereignisse; die Einschränkungen der EU für die Einfuhr von Anlagen und Technologien nach Russland.

Infolge politischer Konfrontation zwischen der EU und Russland in Bezug auf die Ereignisse in der Ukraine hat sich die Wirtschaftsunionperspektive von den beiden Ländern entfernt: Russland hat den Zugang zu deutschen Technologien und Kapitalien verloren, und Russland verliert den vielversprechenden russischen Markt und billige Energiereserven.

Marketingdepartment der Unternehmensgruppe TELS


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